Bombe auf Schiff in Koblenz erfolgreich entschärft
Ein ungewöhnlicher Ort für eine Bombenentschärfung: In Koblenz ist eine Fliegerbombe auf einem Baggerschiff entschärft worden. Das ist zuvor extra an einen anderen Ort gefahren.
Ein ungewöhnlicher Ort für eine Bombenentschärfung: In Koblenz ist eine Fliegerbombe auf einem Baggerschiff entschärft worden. Das ist zuvor extra an einen anderen Ort gefahren.
Der Kampfmittelräumdienst hat eine 500 Kilogramm schwere Weltkriegsbombe auf einem Baggerschiff im Rhein in Koblenz entschärft. «Um 10:47 Uhr kam die Meldung, dass die Bombe erfolgreich entschärft wurde», teilte die Stadt Koblenz mit.
Die Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg war am Dienstag bei Baggerarbeiten im Rhein gefunden worden. Dort wird zurzeit an der Pfaffendorfer Brücke gebaut. Die Bombe habe zwei intakte Zünder, hieß es. «Diese wurde auf das mit den Baggerarbeiten tätige Schiff geladen.» Der Kampfmittelräumdienst beschloss dann, dass die Bombe nicht umgelagert werden dürfe.
Baggerschiff für Entschärfung verlegt worden
Aber: Am Fundort wären rund 16.000 Menschen von einer Evakuierung betroffen gewesen. Daher wurde das Baggerschiff am frühen Morgen an den Gülser Moselbogen etwas weiter außerhalb des Stadtgebiets verlegt. Hier waren schließlich rund 1.000 Menschen von der Evakuierung betroffen.
Bis 8.30 Uhr mussten die Anwohnerinnen und Anwohner ihre Häuser verlassen haben. Eine Person habe sich geweigert zu gehen, teilte die Stadt mit. Vollzugskräfte seien daher tätig geworden. Insgesamt waren laut Stadt rund 130 Kräfte von Ordnungsamt, Feuerwehr, Polizei, Kampfmittelräumdienst, Rettungsdienst und Katastrophenschutz im Einsatz. Für die Entschärfung der Bombe wurden der Luftraum und eine Bahnstrecke an der Mosel gesperrt.
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